Das aktuelle Thema:

Macht und Ohnmacht der Medizin

Die Idee zu diesem Thema kam mir, nachdem ich vor einigen Wochen die Talkshow „Nachtcafé“ gesehen hatte, bei der die Frage  erörtert wurde, ob „wir der Medizin noch vertrauen können“. Auf so etwas springen natürlich vor allem diejenigen an, die schlechte Erfahrungen gemacht haben und ihren Frust darüber nicht loswerden. „Endlich kommen solche Sachen mal auf den Tisch...“ Aber natürlich lässt sich die Frage so pauschal gar nicht beantworten, weil sie viel zu viele unterschiedliche Aspekte beinhaltet, z.B. die jeweilige Medizinrichtung, die unterschiedlichsten Wirkstoffe und Wirkungsprinzipien von Arzneien, die fachliche Kompetenz, Charakterstärke und Empathie des jeweiligen Arztes, schicksalhafte Entwicklungen, Kunstfehler, die Erwartungshaltung von Patienten, Belastungen, denen sie ausgesetzt sind und die den Krankheitsverlauf beeinflussen, usw.usf..

Auch die 3 vorgestellten Krankheitsverläufe konnten somit nur Teilaspekte berühren Aber wenn man sie aus einem gewissen Abstand betrachtet, werfen sie immerhin ein Licht darauf, was in einer Behandlung schief bzw. gut laufen kann – aber auch, wie man sich gedanklich verrennen kann, wenn man ein so tiefgründiges Geschehen wie eine Krankheit nur ein- oder zweidimensional betrachtet.

Ich will das am Beispiel des Sehens verdeutlichen. Wenn man nur auf einem Auge sieht, fehlt einem das räumliche, dreidimensionale Sehen. Man erkennt gewissermaßen nur eine Fläche, ihre Ausdehnung nach rechts und links, oben und unten. Im medizinischen Bereich entspräche das den einfachen Kausalitätszusammenhängen, die lineare Verknüpfung von Ursache und Wirkung. Beispiele: Schlag à Wunde; „Stress“ à Magengeschwür; Infektion à Lungenentzündung. Das wäre eine eindimensionale Sichtweise. Zweidimensional würde bedeuten, dass zu dem linearen Geschehen ein weiterer Faktor hinzutritt, der den Krankheitsverlauf beeinflusst, z.B. die Unverträglichkeit einer Arznei, das fehlerhafte Verhalten des Arztes oder eine andere Belastung.

Beim zweiäugigen Sehen bekommen wir eine plastische Vorstellung vom Objekt, indem wir seine räumliche Ausdehnung bzw. Tiefe erkennen. Auf Krankheit bezogen hieße das, die tiefer liegenden Ursachen in Betracht zu ziehen, die nicht im materiellen, sondern im geistig-seelischen Bereich liegen. So ist es nicht der „Stress“ ansich, der das Magengeschwür bewirkt, sondern die Art und Weise, wie der Betreffende auf den „Stress“ reagiert. Und das wiederum hat etwas mit seinem Charakter und seinen Gefühlen zu tun. Angenommen der „Stress“ bestünde darin, dass jemand unter hohem Arbeitsdruck steht, den er nur mit Mühe bewältigen kann: davon bekäme er noch kein Magengeschwür. Kommt jedoch eine Wut hinzu, z.B. auf seine Vorgesetzten oder auf sich selbst, weil er „nicht nein“ sagen kann, und frisst er diese Wut in sich hinein, weil er niemandem weh tun will, dann kann sich mit der Zeit tatsächlich aufgrund dieser Mischung von nachgiebiger Wesensart, Verschlossenheit und unterdrücktem Zorn ein Magengeschwür entwickeln.

Macht und Ohnmacht der Medizin
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Anfahrtsweg zur Praxis

 

Im Wasen 14, 87544 Bihlerdorf, Tel. 08321 / 676392

 

Von der B19  kommend (bzw. aus Sonthofen kommend) in Richtung Blaichach fahren. Ca. 400m hinter der Illerbrücke kommt linkerhand die Gaststätte „Schiff“ (gelbes Haus). Dieser gegenüber geht auf der anderen Straßenseite vorm Autohaus „Toyota“ eine kleine Straße rechts ab („Im Wasen“) – langsam fahren, da diese erst im letzten Moment zu erkennen ist. Dann die erste Kurve links und gleich wieder rechts, Nr. 14. Parkplätze sind direkt am Haus.

 

Fragen zu unseren Aktivitäten beantworten wir gern während unserer Öffnungszeiten, siehe unter der Schaltfläche „Kontakt/Anmeldung“.

Teilnahmebedingungen und Anmeldeformulare finden Sie unter der Schaltfläche „Termine“